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PEAK SURGICAL

Drahtausziehzange

Drahtausziehzange

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Maximale Hebelwirkung: Die doppeltwirkende Drahtextraktionszange

In der orthopädischen und Unfallchirurgie erfordert das Entfernen von Implantaten – insbesondere Kirschnerdrähten (K-Drähten), Pins und Cerclagedrähten – sowohl immense Kraft als auch extreme Stabilität. Es sind die Drahtentfernungswerkzeuge, insbesondere das Modell „Doppel-Aktion“ (18 Zentimeter), die speziell dafür entwickelt wurden, Chirurgen die nötige Kraft und Stabilität zu bieten, um tief sitzende Implantate mit geringstem Aufwand und höchster Sicherheit zu entfernen.

Der Doppel-Aktions-Vorteil

Das bemerkenswerteste Merkmal dieser Zangen ist ihr doppeltwirkendes Scharniersystem. Im Gegensatz zu Standardmodellen mit einem einzigen Gelenk verfügen doppeltwirkende Designs über zwei Gelenke, was die auf die Griffe ausgeübte Kraft erhöht.

Dies führt zu:

  • Überragende Greifkraft: Ein rutschfester Griff an glatten Edelstahldrähten oder Titanpins, selbst wenn diese mit biologischen Flüssigkeiten beschichtet sind.
  • Reduziert manuelle Ermüdung: Chirurgen können erhebliche Dreh- oder Zugkräfte ausüben, ohne die Belastung für ihre Hände, die bei einfachwirkenden Werkzeugen entsteht.
  • Kontrollierte Extraktion: Die zusätzliche Hebelwirkung ermöglicht einen langsameren und gleichmäßigeren Zug. Dies ist entscheidend, um Frakturen oder Schäden an Weichteilen beim Entfernen von Implantaten zu vermeiden.

Technische Daten und Varianten

Drahtextraktionszangen wurden für den Einsatz bei chirurgischen Eingriffen entwickelt, die viel Kraft erfordern, und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, um spezifische klinische Anforderungen zu erfüllen:

  • Backen aus Wolframkarbid (TC): Viele Premium-Modelle verfügen über Einsätze aus TC. Sie sind bekannt für ihre hohe Härte, verhindern das „Metall-auf-Metall“-Rutschen, das bei normalen Stahlbacken üblich ist, und verlängern zudem die Lebensdauer des Geräts.
  • Gezahnte Backenprofile: Die Innenflächen der Backen sind typischerweise kreuzgezahnt oder so geformt, dass sie die runde Oberfläche eines Pins oder Drahtes durchdringen.
  • Spitzengrößen: Sie sind in verschiedenen Breiten erhältlich, typischerweise aber 2 Millimeter (für empfindliche Drähte wie K-Drähte), 4 Millimeter und 6 Millimeter (für Stäbe und Pins, die viel wiegen).
  • Materialien: Hergestellt aus hochwertigem deutschem Edelstahl, der sicherstellt, dass dieses Instrument vollständig autoklavierbar und korrosionsbeständig ist.

Klinische Anwendungen

Obwohl sie hauptsächlich zur Entfernung von Implantaten nach der Heilung einer Fraktur verwendet werden, sind sie auch während der Erstoperation wichtig, um:

  • Den Biege- und Konturierungsprozess: K-Drähte an die anatomische Krümmung des Knochens anzupassen.
  • Cerclage-Draht zu verdrehen: Knochenfragmente werden durch das Verdrehen von Drahtschlaufen gesichert, um sie zu straffen.
  • Pin-Anpassung: Die Position oder Länge von Pins anzupassen, um interne Probleme zu beheben.

Wartung für Langlebigkeit

Aufgrund des enormen Drehmoments, das diese Instrumente verwenden, ist eine regelmäßige Inspektion der doppelwirkenden Gelenke unerlässlich. Manchmal können sich Ablagerungen im sekundären Scharnier verfangen. Daher wird eine gründliche Ultraschallreinigung und Schmierung des Drehpunktes sowie beider Gelenke empfohlen, um das „reibungslose“ Gefühl zu erhalten.